Hansjörgs Blogeinträge

Raumstrukturen

Raumstrukturen

Willkommen auf meinem Blog. In den nächsten Wochen werde ich mich in diesem Blog mit dem Thema der Formensprache beschäftigen. Jeden Mittwoch wird es einen neuen Beitrag geben. Einen kurzen Themenüberblick finden sie hier.

Nachdem in den vorausgegangenen Kapiteln der Schwerpunkt der Betrachtungen auf allgemeine Grundüberlegungen ausgerichtet war, soll in den folgenden Abschnitten das Augenmerk auf Anwendungsbeispiele in der Architektur gelenkt werden.

Nicht nur geometrische Körper wie Kreis, Quadrat, Vieleck bzw. Kugel, Würfel, Quader usw. kommen in der Architektur als Grundformen zur Anwendung. Jeweils auf die Nutzungen oder Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt, ist im Allgemeinen eine Vielzahl von unterschiedlichen Grundformen mit unterschiedlichen Raumfunktionen die Regel.

Sie können erreicht werden durch:

1. unterteilen in Einzelformen innerhalb einer umrissenen Gesamtform
→(Subtraktion),
2. zusammensetzen unterschiedlicher Einzelformen und Grundformen
→(Addition),
3. überlappen von Einzelformen bzw. spezifizierte Grundformen
→(Integration).

Meist ist die Raumausbildung nicht nur einer der oben aufgezeigten Varianten zuzuordnen, sondern stellt sich als Kombination von allen drei Gestaltungsprinzipien dar. Aus unzähligen Möglichkeiten, Räume anzuordnen, wie neben-, übereinander, zentral orientiert, regel- unregelmäßig usw. sind vor allem drei Grundmuster auszumachen:

1. Dies sind Anlagen mit axialer und oder mit überwiegend orthogonaler Ausrichtung. Beispiele dafür sind Frühchristliche Kirchen, Kathedralen, Schlösser aber auch moderne Anlagen wie zweibündige Bürogebäude, Bettenstationen von Krankenhäusern usw.

Es sind also Gebäudekonzeptionen, die in ihrer Erschließung meist längssymmetrisch ausgerichtet sind und ihrem Nutzer das Gefühl geben, sich gut und sicher orientieren zu können.

2. Anlagen mit zentraler Ausrichtung,
Taufkirchen, Grabmonumente, Burganlagen oder Stadien usw, die meist konzentrisch ausgebildet sind.

Diese Art von Gebäuden geben ihrem Nutzer das Gefühl gemeinsam zu leben und zu erleben.

3. Es sind Strukturen, die diffus räumlich ausgerichtet sind oder sich einem pflanzlich organischem Gestaltungsprinzip zuordnen lassen. Museen, Kaufhäuser, Englische Gärten usw., die symmetrisch oder asymmetrisch ausgebildet sein können.

Sie geben dem Nutzer das Gefühl Teil eines oft unerwarteten und nicht überüberschaubaren Ganzen zu sein.

Der nächste Blogbeitrag erscheint am 18.07.2018 und wird sich mit dem Thema: "Biometrisch und geometrisch geprägte Formen, Sonderfall Rechtwinkligkeit" beschäftigen.

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