Hansjörgs Blogeinträge

Entwicklung der Architektur in der Abendländischen Kultur

Willkommen auf meinem Blog. In den nächsten Wochen werde ich mich in diesem Blog mit dem Thema der Formensprache beschäftigen. Jeden Mittwoch wird es einen neuen Beitrag geben. Einen kurzen Themenüberblick finden sie hier. Der heutige Beitrag wird sich mit dem Thema "Entwicklung der Architektur in der Abendländischen Kultur " befassen.

Intuitives Denken steht für Erkenntnisse aufgrund von Beobachtungen, die verinnerlicht im Menschen leben, ohne analytisch hergeleitet werden zu müssen, die logisch und jederzeit durch Einwirkungen aus der Umgebung abrufbar sind. Als große Kulturleistung sind auf dieser Bewusstseinsstufe die ersten Behausungen und später Bauwerke errichtet worden. Eine weitere Leistung besteht in der Weiterentwicklung von Konstruktion und Baugestaltung durch Einführen von Ordnungsstrukturen im Denken.

Obwohl den Griechen viele Kulturtechniken z.B. die Wölbung im Mauerwerksbau bekannt waren, wurden sie dennoch kaum angewandt, weil sie nicht die Auseinandersetzung mit der Schwerkraft durch die Darstellung von Lasten und Tragen mit dem Sehsinn nachvollziehbar machen. Die Griechen waren in ihrem Denken noch so sehr mit den Gefühlen verbunden, dass sie sich ans Herz griffen, wenn sie sagten ‚ich denke’.

Philosophen und Künstler hatten als Kulturleistung die Aufgabe, durch Klarheit der Konstruktion, Ausgewogenheit der Proportionen, Ausgleich von optischen Korrelationen, größte handwerkliche Kunstfertigkeit in der Material- und Oberflächenbehandlung, Transparenz von Innen und Außen, die Sinne des Betrachters zu schulen und dadurch die Entwicklung von intuitivem zu analytischem Denken zu fördern.

Architektur ist immer Ausdruck für Denkvermögen.
Es gibt somit die Möglichkeit, im Rückblick über die Architektur die Vorstellungswelt ihrer Erbauer zu erkennen und beispielsweise in die Gedankenwelten der griechischen Antike einzutauchen.

Ein anderes Beispiel aus der griechisch-römischen geprägten Architektur:

Die Überwölbung entspricht einem typisch römischen Empfinden. Die Wölbungs- und Kuppelbautechnik wurde hier als Sinnbild zentraler, umschließender Macht zur höchsten Vollendung entwickelt, teilweise unter Verzicht auf die Reinheit der Konstruktion, indem Wände und Wölbungen aus mehrlagigem Mauerwerk, dem opus mixtum - außen Mauerwerk, innen eine Art Beton - ausgeführt wurden.

Bemerkenswert ist auch die Beziehung zum Wasser, das als lebendiges Gestaltungselement über weite Strecken in teilweise aufwendigen Bauwerken natürlich fliesen sollte, auch wenn die Druckwasserleitung beispielsweise von den Griechen her bekannt war.

Der nächste Blogbeitrag erscheint am 12.09.2018 und wird sich mit dem Thema: "Die Romantik" beschäftigen.

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